Gebärdensprache 2018-01-14T22:14:23+00:00

Was ist Gebärdensprache?

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist eine eigenständige und vollwertige Sprache mit eigener Grammatik.

Sie besteht neben Handzeichen vor allem aus Mimik und Körpersprache. Das Mundbild und die Mundgestik sind sehr wichtig und dürfen nicht fehlen.

Seit dem Jahr 2002, mit Inkrafttreten des Behinderten-Gleichstellungs-Gesetzes, ist die DGS in Deutschland offiziell als vollwertige Sprache anerkannt.

Für wen ist Gebärdensprache?

Die DGS wird hauptsächlich von Gehörlosen und hochgradig Schwerhörigen verwendet.

Nach Angaben des Deutschen Gehörlosenbundes leben etwa 80.000 Gehörlose in Deutschland, welche von Geburt an taub oder in früher Kindheit ertaubt sind.

Nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes gibt es in Deutschland etwa 16 Millionen Schwerhörige. Davon sind ca. 140.000 auf die Gebärdensprache angewiesen.

Tipps für die Verständigung zwischen Gehörlosen und Hörenden

(Quelle: Deutscher Gehörlosenbund)

Was können Gehörlose tun?

Machen Sie dem hörenden Gesprächspartner deutlich: „Ich bin gehörlos. Bitte sprechen Sie langsam und deutlich.“
Benutzen Sie Gebärden. Sprechen Sie langsam und deutlich. Sie sind so auch Vorbild!
Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.
Sagen Sie dem Gesprächspartner, was Sie verstanden haben.

Was können Hörende tun?

Schauen Sie ihren gehörlosen Gesprächspartner beim Sprechen an.
Sprechen Sie langsam und deutlich – aber nicht laut!
Verwenden Sie kurze Sätze.
Benutzen Sie einfache Gebärden und eine deutliche Mimik.
Schreiben Sie Stichworte auf.